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Dienstag, 31. Januar 2012

Alle Wege führen nach... Teil IV

Teil I, Teil II, Teil III

Ich bin ein fußfauler Mensch. Ich fahr lieber zehn Kilometer mit dem Fahrrad oder hundert mit dem Motorrad, als auch nur einen Kilometer zu laufen. Deswegen habe ich mich vom allgemeinen Familienwandertag am nächsten Tag entschuldigt entfernt und - mittlerweile doch wieder heiß aufs Mopedfahren - lieber eine Tour durch's Hinterland gemacht. Hach, und wie schön das war!

Auf meinem Weg durch's Appenin wagte ich mich auch mal auf abseitige Straßen, also Straßen, die noch schmaler, kurviger und in schlechterem Zustand waren als die schon erwähnten Staatsstraßen. Dort findet man Dörfchen wie Santa Maria:


Santa Maria, irgendwo in Ligurien. Klick aufs Bild macht's groß, in einem neuen Fenster.

Fast könnte man meinen, man wäre in Frankreich, vor allem, weil vor dieser Kirche auch noch ein waschechter R4 mit schwarzem Nummernschild geparkt war. Und man verzeihe mir den Mischmasch zwischen Farbe und SW, aber dieses Bild geht nur in SW:


Die Kirche von Santa Maria

Dieses Bild, meine ich, wäre am Paso di Cento Croci entstanden. Ein Poserbild darf auch mal sein. :)


Paß der hundert Kreuze, oder wenigstens irgendwo in der Nähe davon auf irgendeinem andern Paß. Notiz an mich selbst: Man sollte sich öfters Notizen machen.


Beeindruckend fand ich die Flüsse dort. Mit der Schneeschmelze kommt dort anscheinend einiges an Geröll mit aus den Bergen runter, das dann in den eher trockeneren Monaten nutzlos im unnütz breiten Flußtal rumliegt.


Oder auch weniger trocken...


Weiterer, unkommentierter Eindruck der Landschaft.

Bei Borgo

Und dann ist mir was dummes passiert: Ich mußte tanken, habe aber die Zapfpistolen verwechselt. Dabei weiß ich eigentlich, was "Gazole" heißt - Diesel nämlich, und das verträgt so ein Ottomotor eher nicht. Meinen Irrtum bemerkte ich aber erst, als die Mühle stotternd stehen blieb. Praktischerweise blieb ich direkt vor der Werkstatt dieses freundlichen Mannes liegen, der mir nicht nur einen Kanister zum Ablassen des schlechten Spritgemischs, sondern auch Werkzeug zur Verfügung stellte, um den Tank komplett abzuschrauben. Es ist übrigens gar nicht so einfach, mit Händen und Füßen zu erklären, daß man eine Ratsche mit Verlängerung und 8er-Nuß braucht. :) An dieser Stelle mal ein Lob auf alle Italiener, die mir alle, egal ob in der Stadt oder auf dem plattesten Land, überaus freundlich begegnet sind und trotz Sprachhemmnissen (erstaunlicherweise hat Französisch als Lingua Franca meist noch am besten funktioniert...) immer sehr offen und ggf. auch hilfsbereit waren.


Der freundliche Werkstattbesitzer. Dieses Bild ist eigentlich auch unchronologisch, da erst auf der Rückfahrt entstanden.


Glücklicherweise hat die Ente das Tankdesaster gut überstanden, nach ein wenig Husten mit viel blauen Wolken und Ächzen mit Choke lief sie kurz danach wieder einwandfrei! Also weiter, langsam wieder Richtung Ferienheimat!

Schließlich wieder an der Küste, am Hafen von Siestri Levante:


Dann ging's auch schon wieder Richtung Feriendomizil. Unterwegs habe ich aber noch diese beiden lustigen Racker überholt, wo der eine den anderen per in der Hand gehaltetnem Seil auf dem Roller abschleppte. Zweimal hab ich angehalten und sie nochmal überholt, um ein Bild zu machen, und zweimal ist nix gescheit's draus geworden. Beim dritten Mal kam wenigstens dies raus:

Wie man sieht, grüßen die Beiden mich schon freundlich. :)


Bis hierhin danke für die Aufmerksamkeit! Im nächsten Post geht's dann nach Porto Venere.

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Eingestellt von Erik Am/um

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