selbstdarsteller.blog

Mittwoch, 3. September 2014

Finale, ooohoh!

Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei: Nach fast acht Jahren (mit Unterbrechungen, ähem) ist bei selbstdarsteller.org Schluß. Weiter geht's beim rhoihesseknipser, meiner neuen Knipsographieseite, die sowohl meinen légeren Selbstdarsteller-Quatsch als auch die seriösen Ambitionen der leider kläglich vernachlässigten Primelenses.de-Seite unter einem Dach vereinen soll. Und dank einem funktionierenden CMS dürfte es dort auch etwas regelmäßiger zu Updates kommen als in diesem doch etwas, äh, sporadisch gepflegten Blog.

Als Archiv wird diese Seite samt dem dazugehörigen Blog erstmal bis auf weiteres erhalten bleiben, aber hier wird jetzt definitiv nix neues mehr kommen.

Dankeschön an alle Fans, Bands, Models und überhaupt alle, mit denen ich im Zusammenhang mit dieser Seite zu tun hatte. Auf eine glorreiche Zukunft mit dem Rhoihesseknipser!

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Montag, 7. Juli 2014

Neues Futter in der Musikrubrik...

Zum Teil schon länger online, aber noch nicht hier im Blog erwähnt: Death Metal im M8 Death Metal im M8 zu Mainz mit Invocation und Eraserhead.

Glasgow Coma Scale Die Postrocker Glasgow Coma Scale im Schon Schön.

Wayke Wayke und Wake Up Join in im Caveau.

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Donnerstag, 10. April 2014

Alle werden's wissen zum ersten...

Und wo wir grade so schön dabei sind, noch ein Post, prost! All Will Know touren grade wie bekloppt durch's Land, um ihren neuen Sänger zu promoten, wie man so schön sagt. Der neue Sänger hört auf den schönen Namen Frank Richter und löst nicht nur gleich zwei Vorgänger auf einmal ab (die sich cleanen und kreischigen Gesang geteilt haben), sondern spielt ganz zufällig auch noch in meiner Band Gitarre. Aber das nur am Rande. Für mich jedenpfalz der erste Auftritt der Melodic-Coreler mit Frank am Mikro, und was soll ich sagen? Konnt ich vorher grade wegen des cleanen Gesangs mit All Will Know nie richtig was anfangen, find ich die Band auf einmal ganz geil, auch wenn der Frankior hie und da bei den alten Songs noch ein wenig überfordert wirkte, das aber durch seine "überragende Bühnenpräsenz" wieder mehr als wettmachte. Man könnte auch sagen: Viel Dummgelaber und Rampensauqualitäten erster Kajüte!

All Will Know Der Frankior mit meinem Hut - klick aufs Bild macht's groß, mit der Zurücktaste eures Browsers kommt ihr wieder hierher zurück.

Das waren All Will Know vor rund zwei Wochen in der Kreativfabrik in Wiesbaden. Mit dabei am Start waren die technischen Death Metaller Sophicide, die ich sehr gerne gesehen hätte, doch leider verpaßt habe. Außerdem eine Trierer Band mit dem sehr lustigen Namen "I Scream for Icecream", die auch ganz tanzbaren "BumBumCore" (Selbstbeschreibung) ins reichlich vorhandene Publikum bliesen - eine Art Metalcore mit Technogewumse und viel 90er-Dancefloor-Kiehborz. War ja echt ganz spaßig und hat live Laune gemacht, aber ich glaube, eine Platte von denen würde ich nicht haben wollen.

IIIIICEEEECREEEEEAAAAM! Nicht untypische Pose für Eiscreme-Mitglieder

Und wenn wir schon so lustig am Stilmischmaschen sind, dachten sich die Veranstalter, warum holen wir nicht noch eine Progmetalband mit ins Programm? Bekanntermaßen sind Siebensaitergitarren ja nur für Njuh-Medddl[tm]-Bänds, deswegen mußten es bei Unprocessed gleich acht Saiten sein. Pro Klampfe, versteht sich! Sänger-Guitarrero Manuel hätte auch ne runtergestimmte 6-Saiter gelangt (nicht, daß der Bub schlecht gespielt hätte, im Gegentum!), aber Leadklampfer Christoph hat tatsächlich das volle Potential von 8 Saiten mal 24 Bünden ausgenutzt. Goil, kann man nur sagen!

Acht Saiten für die Macht Acht Saiten und trotz Haaren im Gesicht immer die richtigen Töne getroffen, Respekt!

Alle Bilder des Abends gibt's im Album. Im nächsten Post gibt's KEINE Bilder von All Will Know, obwohl die doch auf der Exkursion gespielt haben! Wie's dazu kam und warum der Frank trotzdem zu sehen ist, dazu mehr im nächsten Post. Bitte bleiben Sie dran!

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Peinlich, peinlich...

Es ist ja nicht so, daß ich nix mehr knipsen würde, im Gegentum. Vor lauter Knipserei komm ich kaum mehr dazu, die Bilder auch mal online zu stellen. Oder wenn ich mal Bilder online stelle, dann auch einen passenden Blogeintrag dazu zu verfassen. Das soll in Kuhzunft aber anders werden, jawoll!

Fangen wir doch gleich mal mit den Bildern vom vergangenen Neuborn Open Air an. Die sind auch schon etliche Monate hier online, aber denkste, der Dilldapp von Blogbetreiber hätte mal daran gedacht, das hier auch nur mit einem Wort zu erwähnen?

NOAF! Nicht das, wonach es auf den ersten Blick aussieht... In der Dose ist Äppler!

Alle Bilder gibt's im Album.

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Montag, 11. März 2013

Post Black Metal Overdose

Die Mainzer Post Black Metaller Agrypnie waren just auf ihrer ersten Headlinertour, mit dabei Der Weg einer Freiheit und Heretoir. Außerdem beim Heimspiel in Mainz am Start: Ruk Yale Ketema und meine eigene Bänd Orcus Patera als "Local Support". Liveberichte schreiben können andere besser, deswegen verlinke ich hier auf den Tourbericht von Powermetal.de und beschränke mich aufs Bilder zeigen. An dieser Stelle noch vielen Dank an Maren Storf, daß sie Orcus Patera mit meiner Knipse photographiert hat. Wie immer gilt hier: Klick aufs Bild macht's groß, die Zurücktaste eures Brausers führt euch wieder hierher.

Die zugetackerten Waden von RYK-Basseuse Sonza.

Unser "neuer" Baßschlumpf im Dütt mit Frank.

Ein Bild vom Trommelzigor! Und noch viel wichtiger: Erster Auftritt unseres neuen Banners!

Und unsere Karo ist schwanger.

Ein "beliebtes" Problem im Kuhkaff nicht nur für Lichtmenschen, sondern auch für Photographen: Das Licht. Das bißchen an veralteter Lichttechnik, was es gibt, geht nämlich allmählich auch kaputt. Und so kam's, daß weite Teile des Abends knallblau oder rot ausgeleuchtet waren - beides für CCD-Sensoren moderner Digitalkameras nicht so die allergeilsten Farben. Aber man kann trotzdem damit arbeiten.

Dave singt (und klampft) bei Heretoir und spielt Gitarre bei Agrypnie.

Matteschütteln kann er auch.

Basser Giuliano ist der einzige Langhaarzottel bei Der Weg Einer Freiheit.

Agrypnie-Sänger Thorsten ist eigentlich ein ganz lieber. Ehrlich.

Ehrlich!

Übrigens: Im Gegensatz zu den vorherigen Tourdates war Mainz nicht ganz ausverkauft. Rammelvoll war das Kuhkaff aber trotzdem.

Ein Hoch auf Klappdisplays!

Mehr Bilder wie immer im Album.

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Paganische Nächte sind lang...

Und mal wieder was mit Orcus Patera. Kurz vor Weihnachten hatte meine Bänd das Fergnügen[tm], zusammen mit den Pagan Metallern Black Messiah und Adorned Brood "Das Rind" in Rüsselsheim zu bespielen. Wie wir als Todesbleikapelle da reinpaßten, war mir zwar eher aber schleierhaft; wahrscheinlich wurden wir dazu geholt, weil wir ähnlich wie Black Messiah eine Geige dabei haben. Normalerweise. An diesem Abend war die Karo nämlich verhindert. Hat dennoch eine Menge Laune und die Liebste auch freundlicherweise Bilder von uns gemacht.

Zwei Drittel von Orcus Patera bzw 80 Prozent des an diesem Abend anwesenden Anteils. Klick aufs Bild macht's größer, die Brauser-Zurück-Taste führt wieder hierhin zurück.

Ihr geschätzter Photograph heute mal am Eierschneider für Sie.

Von Black Messiah gibt's leider nicht soviele Bilder, weil ich erstmal den Flüssigkeitsverlust wieder ausgleichen mußte. Aber ein paar ganz kuhle gibt's doch, so wie dieses hier:

Kuhle Socke mit kuhler Musik.

Ich muß gestehen, daheim würde ich mir so Musik wie die von Adorned Brood nicht anhören. Umso erstaunlicher, wieviel Spaß das live macht, vor allem, wenn man dann auch noch sieht, daß auch die Bänd selbst Freude dran hat.

Spielt Baß und singt noch bässer: Markus Frost..

Mehr Bilder wie immer im Album.

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Freitag, 25. Januar 2013

Todesmetall im Kuhkaff

Verspätungen sind wir in diesem Blog ja gewöhnt, aber diesmal habe ich eine Ausrede: Der Dezember war ein arbeitsreicher Monat mit viel, viel Geknipse, da bleiben manche Bilder mal etwas länger liegen. Manchmal bis fast Ende Januar...

Mittlerweile scheint es ja fast schon Tradition zu sein, daß meine eigene Band Orcus Patera gegen Jahresende die "Exkursion zur Hölle" im Kulturcafé Mainz beehrt, soweit also nichts Neues. Mit von der Partie waren die Odenwälder Black Metaller Diskriminator, die den Abend auch eröffneten, sowie die Frankfurter Melodic Death Metaller Sapiency, die grade dabei sind, groß durchzustarten.

Da ich selbst auf der Bühne stand, lief die Knipserei eher so nebenbei, ansonsten war ich damit beschäftigt, mich auf den eigenen Auftritt vorzubereiten (vorher) bzw. das Freibierkontingent auszuschöpfen (nachher). Mit dem kleinen Besteck (Sony NEX 3 und adaptiertes Porst 50/1,8 mit M42-Gewinde) sind dann aber doch ein paar ansehnliche Bilder gelungen, für die Bilder meiner Band vielen Dank an Schunke, der freundlicherweise mit meinem Abbarrrrrrrad ein paar (durchaus gelungene Bilder) geschossen hat, und das ganz ohne Auooodofoggus.

Nun aber zu den Bildern. Wie immer gilt: Klick aufs Bild macht's größer, zurück hierher mit der Browsertaste. Oder aber gleich das ganze Album durchblättern.


Der Keyboarder bei Diskriminator war nicht immer voll gefordert.


Fast die ganze Band auf einem Haufen und dann auch noch so schön arrangiert. Bitte keine Deutungen, danke für's Bild, Schunke!


Sapiency wollten angeblich wenig Bühnenlicht, was sich hinterher als falsch herausgestellt hat. Jedenfalls war die ganze Sache ziemlich grenzwertig - rein photographisch gesehen.

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Dienstag, 6. November 2012

Folgen Sie mir jetzt bitte ins Musikzimmer...

...und ohne großes Rumgelaber möchte ich auf neue Bilder von folgenden Ereignissen aufmerksam machen:

Zum einen war da die Exkursion zur Hölle Anfang Oktober mit den beiden Trierer Death Metal-Bänds Incise und Flesh Divine und dem Darmstädter Black Metal-Urgestein Fenfire.

Incise
Die Newcomer Incise brachten die Hütte richtig zum Beben! Klick macht's größer, zurück führt wieder auf diese Seite

Mehr Bilder von der Exkursion.

Zum anderen beehrte der King of Sexrock, nämlich der rockende Lord Bishop, mal wieder das Kuhkaff auf dem Mainzer Unicampus zur Semestereröffnung. Geil wie immer, aber auch die Vorband Cast Iron Pinata war nicht von schlechten Eltern. Alleine schon die Outfits!

Cast Iron Pinata
Cast Iron Pinata grüßen die Achtziger! Klick macht's groß, zurück hierher mit zurück.

Alle Bilder eines großartigen Rockabends gibt's hier!

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Mittwoch, 17. Oktober 2012

Moskau, Moskau!

...schmeiß die Gläser an die Wand" und andere Ohrwürmer verfolgten mich während meines Aufenthaltes in Moskau. Doch der Reihe nach!

Meine Freundin macht gerade ein Auslandssemester in Moskau, und wenn man schonmal die Gelegenheit hat, solch eine sagenumwobene Stadt aufzusuchen und gleichzeitig die Liebste mal wiederzusehen, dann tut man das doch. Auch wenn mit Übernachtung in ihrem Studentenwohnheim dann doch nix war, aber das ist eine längere Geschichte, die dann wieder auch irgendwie typisch russisch ist... Jedenfalls war ich da in Moskau, der Hauptstadt des sowohl geographisch, kulturell als auch sprachlich wohl entferntesten Landes, das meine nicht mehr gar so jungen Gebeine bislang betreten haben. Ich kam dahin mit mancherlei Erwartungen oder vielmehr Klischees in meinem Kopf - einige wurden voll erfüllt, einige andere nicht. Eins der voll erfüllten Klischees sieht man hier:

I
Wahrscheinlich aber doch eher ein volltrunkener Tourist als ein Russe.

Moskau ist keine schöne Stadt. Immer wiederkehrende Feuersbrünste - teils auch strategisch gelegt um dem anrückenden Feind nur verbrannte Erde zurückzulassen, Väterchen Stalin und seine Nachfolger, nichtzuletzt aber auch der Turbokapitalismus nach der Perestroika haben in der Stadt sprichwörtlich kaum einen Stein auf dem anderen gelassen. Eine gewachsene Altstadt sucht man vergeblich, mit Ausnahme des Kremls; der aber immer schon mehr Burg als Stadt war und dem gemeinen Volk mithin nur in Notzeiten als Zuflucht zur Verfügung stand. Wobei andererseits der Kreml in seiner heutigen Form auch nicht soooo alt ist. Ich könnte jetzt hier ein Postkartenbild des Kremls einfügen, aber ich denke, jeder hier weiß, was man sich darunter vorzustellen hat, zumindest von außen gesehen. Drinnen waren wir nämlich auch nicht. Viel prominenter verschandeln das Stadtbild nämlich die "Sieben Schwestern", Stalins höchsteigenes Lieblingsarchitekturprojekt.

II
Hier das Appartmentgebäude auf der Moskwainsel

Zugegeben, von weitem durchaus imposant, dieser "Zuckerbäckerstil". Geht man aber näher ran, wirkt das ganze eher lächerlich. Kennt jemand den Film "Brazil"? In dem Film geht es um einen dystopischen Überwachungsstaat à la "1984", nur daß die Bürokratie so überorganisiert ist, daß sie sich selbst im Weg rumsteht. Eins der drängendsten Probleme der Bevölkerung sind nicht funktionierende Heizungs- und Klimaanlagen. Folgerichtig ist der Staatsfeind Nummer I ein freischaffender Klempner, der schwarz und als Akt der Rebellion den Leuten ihre Lüftungsgeschichten repariert.

Daran mußte ich denken, als ich dann vor dem russischen Außenministerium stand, in einer andern der "Sieben Schwestern" untergebracht:

III
Prima Klima für den russischen Außenminister und seine Mitarbeiter

Kein Einzelfall, nur halt nicht immer ganz so hübsch drapiert:

IV
Prima Klima auch im Plattenbau

In diesen beiden Bildern offenbart sich schon ein Stück weit die Widersprüchlichkeit der Stadt: Für offizielle Prestigebauten ist Geld da und da wird auch geklotzt, nicht gekleckert. Gleichfalls bei Kirchen, die allerdings anscheinend erst etwas später vom Boom profitiert haben, denn da wird allenthalben noch renoviert, und latürnich bei kapitalistischen Unternehmungen. Wohnhäuser oder auch nicht ganz so angesagte Bürohäuser wie der oben gezeigte Klotz sehen dagegen oft recht schäbig aus. Auch auf den Straßen bietet sich ein ähnliches Bild: Während die Oberklasse mit Mercedes G-Klasse (natürlich mit Brabus- oder AMG-getuntem V8), Porsche oder BMW - in der Freizeit wahlweise auch als Aushilfsrocker auf der Harley - die überbreiten Boulevards für sich beansprucht (und das ist wörtlich gemeint!), fährt die Mittelklasse U-Bahn und die Unterklasse steht vor den Stationen und bettelt oder bietet Kleinscheiß feil, um die kärgliche oder nicht vorhandene Rente aufzubessern. Davon leider keine Bilder, aber mit U-Bahn kann ich dienen:

V
Pozilisten mit U-Bahn-Prunk

Die Metrostationen, gerade im innerstädtischen Bereich, sind oft reichlich prunkvoll gestaltet, die abgebildete (möglicherweise Park Kultury?) war da noch eher harmlos, was die Protzerei angeht. Abgesehen davon ist die Moskauer Metro eines der effizientesten Massentransportmittel, das ich je benutzen durfte. Nur eins darf man da nicht sein: Behindert. Kann man im Rollstuhl mit Tricks oder Hilfe die bis zu 150 langen Rolltreppen vielleicht gerade noch meistern...

VI
Gerade noch so zu erahnen am Fuß der Treppe: Ein Häuschen, in dem der/die Treppenkontrolleur/in sitzt. Alles, was diese(r) anscheinend zu tun hat, ist: Die Rolltreppen bei Bedarf an- oder abzuschalten bzw. die Richtung umzukehren.

...so sind meist spätestens die letzten paar Stufen ans Tageslicht aus der Station heraus nicht gerollt, sondern herkömmlich. Von abgesenkten Bordsteinen ganz zu schweigen. Und am Beispiel des Treppenkontrolleurs (siehe BUZ) sieht man wieder die Widersprüchlichkeit des ganzen Systems: Es gibt ein automatisches Ein- und Auslaßsystem, Kassenautomaten und überhaupt werden Stellen eingespart, wo's nur geht. Aber diese alten Väterchen und Mütterchen haben ihren Arbeitsvertrag wahrscheinlich noch von Stalin höchstselbst unterzeichnet bekommen, und solange, bis die abnippeln, wird die Rolltreppe eben von Hand bedient.

Kreativ auch der Umgang anderswo mit kommunistischen Denkmälern. Im Norden von Moskau befindet sich so eine Art stalinistisches Freilichtmuseum, wo in bester Posermanier jede ehemalige Sowjetteilrepublik in einem noblen Pavillon hren Beitrag zum Sieg des Proletatiats präsentieren durfte. In Pavillon No. Adno (Eins) dagegen hauste die Assemblija Narodow Russii, die russische Nationalversammlung, ein mehr repräsentativen und folkloristischen Zwecken dienendes Komitee ohne wirklichen politischen Einfluß, aber immerhin mit dem schicksten Pavillon seit der Akropolis und phatter Leninstatue (nicht im Bild) vor der Haustür. Und was findet sich dort heute drin?

VII
Immerhin, Stalin hatte auch einen Schnurrbart, mwahahaha!

Wer kein russisch kann und sich's nicht schon anhand des Bildes denken kann: Das Plakat wirbt für eine Kätzchenausstellung. Außerdem in Pawiljon No. 1: ein Heavy Metal-Plattenladen.

Weiter hinten in dem durchaus hübsch angelegten Park gab's dann noch eine echte Wostokrakete zu bewundern. Das sind die Dinger, mit denen damals die ersten Satelliten (Sputnik=Begleiter), das erste irdische Lebewesen überhaupt (ein Hund namens Laika) sowie der erste Mensch (Juri Gagarin) ins All befördert wurden.

VIII
Nicht im Bild: Das Kaffee direkt daneben mit riesigem Coca Cola-Schild.

Diesen Helden der sowjetische Raumfahrt gilt auch dieses Denkmal, das im Sockel übrigens ein Museum beinhaltet (laut Aussage einer Moskauerin durchaus sehenswert, aus Zeitgründen leider nicht angeguckt):

IX
Per aspera ad astra! Das gilt nicht für den gelangweilten Pozilisten.

Eins muß man ihnen lassen, den Russen: Ingenieursmäßig haben sie echt was drauf. Allerdings scheinen sie Sachen niemals zuende zu denken. Mit der Metro ist man ratzfatz von einem Ende zum anderen Ende der Stadt gefahren, nur um dann das doppelte der Fahrzeit zu investieren, um eine Unter- oder Überquerung für eine solche (nicht untypische) Moskauer Kreuzung zu finden:

X
Das Gebäude ist übrigens sowas wie der Bundesrechnungshof, wörtlich steht da drauf "Rechenpalast der russischen Föderation"

Kosmonauten ins All zu schicken war wohl einfacher als eine vernünftige Stadtplanung, die auch Fußgänger berücksichtigt!

Und damit möchte ich meinen kleinen Exkurs auch beenden. Vieles gäbe es noch zu erzählen, z.B. von der Lada-Tuningszene, die sich allabendlich auf Parkplätzen in der ganzen Stadt versammelt, von Frauen, die zu Pferde betteln, von Katzen, die ich selbst in einer haustierunfreundlichen Stadt wie Moskau anzuziehen scheine, von deutscher Bratwurst und den Scorpions, vom Gorkipark und einem berühmten Kinderkarussel und von sich drehenden Räumen... Doch das sind andere Geschichten, die ein andermal bebildert werden wollen. Und dann natürlich die eingangs erwähnte Geschichte, die ich aber nur hinter vorgehaltener Hand und am Lagerfeuer zum Besten geben werde.

Na sdarowje - auf die Gesundheit!

PS: Mir wurde zugetragen, mein Text komme sehr negativ rüber. Das war gar nicht so meine Absicht. Sicher, ich bleibe dabei, Moskau ist wirklich keine Schönheit und als Fußgänger hat man's schwer, vom Dasein als Rollstuhlfahrer ganz zu schweigen (Andererseits stehen die Autofahrer auch ständig im Stau. :D). Doch abgesehen von Verkehrschaos, Protzbauten und stadtplanerischen Katastrophen gibt es wirklich sehr schöne Parks, viele nette und interessante Menschen, tolle Clubs und Kneipen (bei den Clubs muß ich mich auf die Angaben meiner Freundin verlassen, das mit den Kneipen kann ich bestätigen) und eine erfreulich hohe Anzahl von leicht durchgeknallten Typen. Leben möchte ich nicht in Moskau, aber ich würde jederzeit wieder hinfahren!

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Mittwoch, 22. Februar 2012

Red Circuit

Anfang dieses Jahres hatte ich das Vergnügen, die Progrocker von Red Circuit aus Wiesbaden abzulichten. Hier ein paar Ergebnisse. Beginnen wir mit einem Gruppenbild:


Red Circuit in der Alten Schmelze Wiesbaden - Klick aufs Bild macht's größer, mit der Zurücktaste des Browsers kommt man wieder zurück hier ins Blog.

Und dann noch ein paar Einzelportraits:


Chitral Somapala - Gesang


Michael Stein - Schlagzeug


Markus Teske - Tasten


Christian Moser - Gitarre


Thomas Schmitt - Baß

Gab natürlich noch ein paar mehr Bilder, aber das hier sind so meine Favoriten. Übrigens, wer Dream Theater, Vanden Plas und ähnlichen DudelProg Metal mag, sollte durchaus mal ein Ohr riskieren. Leider gibt's auf der Myspace-Seite nur Snippets, aber um sich einen Eindruck zu verschaffen, langt's.

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Das hier ist das selbstdarsteller.blog, Bestandteil der Site selbstdarsteller.org. Hier geht's um Photos, Photokrams und die Selbstdarstellung des Betreibers dieses Blogs, Erik Hüther. Wer mehr wissen will, folge dem Stern (links)!

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