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Samstag, 21. Juli 2007

Kontrastreiche Landschaftsbilder ohne HDR

Werte Leser,

nachdem ich in einem Forum, das sich mit der Lichtbildnerei mit Photoapperaten der Firma Nikon (Japan) befasst, eine Anleitung verfasst habe, wie man Landschaftsphotos kontrastmäßig ein wenig aufpeppen kann, will ich auch euch, lieben Lesern, dies nicht vorenthalten. Und los geht's:

Zunächst mal muß man das Photo natürlich machen, da führt kein Weg dran vorbei, also zumindest dafür muß man die Flimmerkiste mal verlassen. Wir photographieren im RAW-Format, um auch die komplette Dynamik des Sensors ausnutzen zu können. Das Motiv muß natürlich auch geeignet sein, sowie das Licht: der Kontrastumfang muß auf den Sensor passen, Abend- oder Morgenlicht ist gut geeignet, grelle Mittagssonne eher weniger. Aber keine Angst, es wird schon passen, Hauptsache man kann noch überall Zeichnung erkennen, im Zweifelsfall eher auf die Lichter belichten.

Ist das Photo dann im Kasten, wird es in Raw Shooter Essentials (oder einem andern RAW-Konverter eurer Wahl) aus dem RAW entwickelt (JPG reicht) und sieht dann zunächst so aus:

Wichtig hierbei ist, das RAW nicht bereits zu extrem mit Kontrast zu versehen. Das RAW sollte so entwickelt werden, daß möglichst wenig Clipping auftritt, sprich, daß möglichst weder die Schatten absaufen noch die Lichter ausfressen.

Dann geht's weiter in Photoshop, ich gehe hier vom englischen Photoshop CS aus. Wir öffnen unser soeben entwickeltes Bild.

Per Menü "Image --> Calculation"[1] erstellen wir uns ein SW-Bild daraus, indem wir den Rotkanal mit dem Rotkanal multiplizieren.

Wichtig ist, daß das ganze in einen neuen Kanal ausgegeben wird.

Unser Bild sieht nun so aus:


Dann markieren wir mit STRG+A alles und kopieren das mit STRG+Umschalt+N und STRG+C in eine neue Ebene. Diese Ebene stellen wir auf "Multiply".


Stellen wir nicht auf "Multiply", sondern auf "Normal", haben wir ein schönes SW-Bild, aber das wollen wir hier nicht.

Also sieht unser Bild dann so aus:


Da wir den neuen Kanal jetzt nicht mehr brauchen, löschen wir ihn unter dem Reiter "Channels" (rechts neben "Layers" im Bild oben).


Jetzt hellen wir den Vordergrund noch ein wenig auf, indem wir in der SW-Ebene mit dem "Dodge"-Werkzeug rumfuhrwerken, alternativ kann man auch einfach radieren, je nachdem, was besser zum Ergebnis passt. Beim "Dodge"-Werkzeug kann man noch auswählen zwischen Schatten, Mitten und Lichtern bzw. Shadows, Midtones und Highlights.

Das bleibt dann von unserer SW-Ebene übrig:


Beide Ebenen kombinieren (STRG+Umschalt+E, beide müssen sichtbar sein), evt. noch den Gesamtkontrast etwas feineinstellen, et voilá:


Fertig. War doch ganz einfach! Natürlich ist das kein Universalrezept, das aus jedem beschissenen Bild ein Superbild macht, und natürlich ist auch das Ergebnis Geschmackssache, aber mir persönlich gefällt der düstere Look.

Wer's weniger extrem mag, kann noch die Deckungskraft der SW-Ebene reduzieren oder diese per Gradationskurve aufhellen oder oder..

Wenn ich dem ein oder andern damit weiterhelfen konnte, freut mich das!

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Eingestellt von Erik Am/um

1 Kommentare:

Anonymous sarihlarifari meinte...

Folgender Homo sapiens sagt dem Erik "DANGGE" für diesen hilfreichen Beitrag: Frau Sarah.
Juhuu, jetzt werd ich keinesfalls mehr dumm sterben! :)
Jetzt müsste man das von der Theorie nur noch in die Praxis umsetzen können...Mach doch mal 'nen Workshop!

23. Juli 2007 um 18:44  

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