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Dienstag, 31. Januar 2012

Alle Wege führen nach... Teil VI

Teil I, Teil II, Teil III, Teil IV, Teil V

Leider mußte ich nach effektiv gerade einmal drei Tagen am ligurischen Meer schon wieder den Rückweg antreten. Aufgrund der Erfahrungen vom Hinweg hab ich auf dem Rückweg bei der großen, ersten Etappe keine Umwege gemacht und die Pausen auf ein Minmum reduziert - ein paar Bilder gibt es aber freilich dennoch. :)

Ciao, Ligurien! Dieses Bild ist ungefähr an der gleichen Stelle aufgenommen wie das zweite Bild im zweiten Teil:


Diese Straße war noch vergleichsweise gut in Schuß, stellenweise war an Steilkanten die halbe Fahrbahn weggebrochen, zur Sicherung standen einzig und allein ein kleines Schild wenige Meter vorher und ein einsamer Plyon direkt vor der Abrißkante - besonders im Dunkeln (siehe Hinfahrt) war das spaßig! Klick aufs Bild macht's groß, in einem neuen Fenster.


Dem in Bild IV gezeigten Werkstattbesitzer habe ich auch noch einen Besuch abgestattet, um mich nochmal bei ihm zu bedanken und das schon gezeigte Bild zu machen. Dann habe ich mich bis auf einen kurzen Einkaufszwischenstop beeilt, in Richtung Alpen zu kommen. Natürlich mußte es am Comer See wieder regnen, was da aber noch weniger schlimm war- die Schnellstraße verläuft da größtenteils in Tunnels.

Eine dunkle Vorahnung dessen, was mich am Molojapaß erwarten sollte, bekam ich in Chiavenna:


Eine Regenfront staut sich an den Alpen.

Was kurz hinter Chiavenna als Nieselregen anfing, steigerte sich bis zum Molojo und noch ein gutes Stück hinter der Paßhöhe zum ausgewachsenen Starkregen. Trotz Pinlockvisier (so'ne Art Doppelverglasung im Helm, die gegen Beschlagen helfen soll) hatte ich die Wahl zwischen Blindfahren oder mit halboffenem Visier - je nachdem was grad weniger todbringend erschien, hab ich die Wahl entsprechend getroffen. :D

Auf meinem weiteren Weg durch die Alpen habe ich dank durchtränkter Lederklamotten, die bei Temperaturen um die 5°C auch nicht recht trocken werden wollten, zwar gefroren wie ein Schneider, aber immerhin blieb ich bis auf gelegentlichen Niesel von weiterer Nässe von oben verschont.


Schwägalp, diesmal nach unten Richtung Norden. Es dräuen sich zwar bedrohliche Wolken, aber es blieb trocken. Und es war dämmrig.

Kurz vor dem Zwischenziel Konstanz - es war schon heftigst am Dunkeln - war die Schweizer Verkehrsüberwachung so freundlich, ein wenig Licht in meinen trüben Motorradfahrertag zu bringen, und sei es nur für den Bruchteil einer Sekunde. Das haben sich die Schweizer leider aber auch gut bezahlen lassen, 11km/h zu schnell kommen auf rund 200 Euro. :(

Der Aufenthalt in Konstanz dann war kurz, aber erholsam, dank einer weiteren Zwischenetappe in Fronkraisch mußte ich am nächsten Morgen auch nicht gar so früh los, und bis auf ein paar Regenschauer im Schwarzwald (auf dem Weg nach Frankreich, wurde dann von der warmen Luft und dem Sonnenschein im Oberrheingraben aber wieder trockengefönt) und in Rheinhessen (kurz vorm Ziel) bin ich trocken nach Hause gekommen. Wo meine Katzen, die ich damals erst knapp zwei Monate hatte, schon sehnsüchtig auf mich warteten und am Fenster kratzten[1], als ich draußen das Motorrad abstellte. :)

Zum Abschluß noch ein Bild aus Fronkraisch, als ich mich dort auf feldwegähnliche Sträßchen traute, um eine Vollsperrung zu umfahren:


Fronkraisch

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit, ich hoffe, euch hat mein Bericht auch nur ein klitzekleinwenig so gut gefallen wie mir damals die Tour. Fragen, Kritik und Amerkungen zu Text und Bild sind höchst willkommen!

____________
[1] Nein, die Katzen warteten nicht so sehnsüchtig auf mich, weil sie nichts zu Fressen bekommen hatte, selbstverständlich hatte ich Katzensitter bestellt. :)

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Eingestellt von Erik Am/um

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